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Warum HDBaseT-basierende Anlagen?

Vorwort

In den letzten Jahren wurden audiovisuelle Anlagen zunehmend der EDV zugeordnet und immer mehr EDV-Verantwortliche sind nun auch mit AV-Agenden betreut.
Zugleich müssen alte Anlagen erneuert werden und im Zuge dieses Reinvest stellt sich die Frage ob traditionelle Anlagen verbaut werden sollen, mit vielen unterschiedlichen Komponenten verschiedener Hersteller oder HDBaseT basierende Anlagen welche mit Geräten von 1-2 unterschiedlichen Herstellern und nur wenigen dafür multifunktionalen Komponenten ausgestattet werden.

Vergleich zwischen traditionellen Anlagen und HDBaseT-Anlagen

Wir möchten Ihnen daher in einer kurzen Gegenüberstellung die wichtigsten Punkte der unterschiedlichen Systeme aufzeigen:

Vergleichstabelle HDBaseT vs. herkömmliche Anlagen

Der Hauptgrund für die großen Unterschiede ist, dass HDBaseT ein industrieübergreifender Standard (nach IEEE 1911.x) ist, der stark von den Ideen der EDV beeinflusst wurde. So werden zur Übertragung standardisierte Cat-Kabel genutzt (Cat6 oder höher) und die zentralen Komponenten fungieren ähnluch einem Switch.

An den Einspeisepunkten erfolgt eine Konvertierung (so wie bei TCP/IP die Umwandlung der OSI-Schichten 4-7 bei der Ethernet-Schnittsteller erfolgt) und danach erfolgt die weitere Verteilung über die Cat-Kabel einem Standard entsprechend der eine gleichzeitige Übertragung von Video-Daten (bis 4k), Audiodaten (8-Kanal Audio), Steuerdaten, einigen AV Befehlen (wie EDID oder CEC), Herstellerproprietären Signalen sowie 100MBit/s Ethernet ermöglicht (mit HDBaseT 2.0 zusätzlich optinal USB).

Die Vorteile einen Standard zu nützen

HDMI hat sich als größter digitaler Verkabelungsstandard durchgesetzt. Da dieser Standard jedoch aus der Consumer-Electronic kommt ist er eigentlich nicht für größere Anlagen gedacht. Dies wirkt sich insbesondere bei der Verkabelung aus.
In der AV-Installationswelt ist die Längenbeschränkung von HDMI mit ca. 10m (dies ist die maximale Länge bei der wir - mit qualitativ hochwertigen Kabeln) keine Probleme festgestellt haben) eine massive Einschränkung. Es gab und gibt viele „Zauberkästchen“ bzw. Adapter & Extender in allen Preislagen und Qualitätsstufen, um auf andere Medien umzusteigen und längere Strecken überbrücken zu können.
HD-BaseT ist nun ein herstellerübergreifender Standard; es werden deutlich weniger Geräte benötigt, die Zuverlässigkeit steigt, die Komplexität sinkt.

Die Verkabelung zwischen HDBaseT Komponenten erfolgt – wie bereits erwähnt  - per standardisierter CAT-Verkabelung. CAT-Verkabelungen sind einfach und kostengünstig herzustellen und können darüber hinaus einfach geprüft werden. Dies kann von jedem Elektriker nach Standard-CAT-Fluke-Prüfprotokollen durchgeführt werden. Diese normierte Mess-Verfahren und seriöse Anbieter wie Extron garantieren problemfreien Betrieb, wenn die CAT-Verkabelung gemäß dieser Normen errichtet wurde.

In der Praxis ist es oft üblich, dass der AV-Integrator eine von jemand anderem errichtete CAT-Verkabelung nutzt, und es ist daher für alle Beteiligten von großer Bedeutung, dass eine professionelle und nachvollziehbare Übergabe stattfindet.

Als Standard löst HDBase-T das Längenproblem von HDMI wirklich sehr gut. Eine reine Übertragungstrecke allein, kümmert sich jedoch nicht um die anderen Herausforderungen des HDMI-Standards wie z.B. EDID-Management, HDCP-Key Management u.ä. diese werden nur sauber übertragen.
Dies bedeutet, dass eine HDBaseT Strecke alleine für die Endgeräte trotzdem nur ein langes HDMI-Kabel ist. Nur Komplettlösungen wie z.B. DTP/XTP von Extron oder DGX von AMX lösen die gestellten Aufgaben ganzheitlich. Aus einer Fülle von (zugegebenermaßen standardisierten) Kabelverlängerungen wird eine Anlage, ein Komplettsystem.

Betriebssicherheit

Wichtig ist es darüber hinaus, bei HDBaseT basierenden Systemen auf qualitative Herstellerkomponenten zurückzugreifen. Wir als HDBaseT-zertifiziertes Unternehmen unterstützen Sie gerne bei der Auswahl des passenden Herstellers, so erhalten Sie eine Anlage, welche eine große Betriebssicherheit bietet.


Überwachbarkeit von HDBaseT-Anlagen

Jeder Hersteller bietet für seine Anlagen und kompatible Komponenten Programme, welche die End-zu-End Überwachung der Anlagen ermöglichen. So können Sie z.B. bei einem Anruf eines Nutzers sowohl überprüfen ob ein Signal angeschlossen wurde, in welchem Zustand sich die Anlage befindet, ob der richtige Eingang gewählt wurde und in welchem Zustand sich weitere Komponenten wie z.B. Beamer befinden.

Bei der Auswahl geeigneter Geräte ist darauf zu achten, dass die Geräte nicht nur einen Netzwerk-Anschluss haben sondern auch Industriestandards wie z.B. SNMP sprechen, damit diese AV-Geräte von einem Gewerke-übergreifenden AVManagement-Systems überwacht werden können, wie z.B. mit Extron Global Viewer Enterprise (GVE). Natürlich ist auch darauf zu achten, dass an diesen Monitoring-Schnittstellen auch eine große Anzahl an Parametern abgefragt werden können, damit auf alle für die Fehlereingrenzung wichtigen Detail-Parameter zugegriffen werden kann.

Umgelegt auf EDV-Anlagen lassen sich diese Funktionen mit Cisco vergleichen. Gerade bei Switches und Routern die den Backbone Ihres Netzwerkes bilden setzen Sie auf namhafte Hersteller die eine hohe Ausfallssicherheit, Langlebigkeit und Zukunftssicherheit bieten und bei denen Sie jederzeit den Netzwerkstatus prüfen können. Denselben Ansatz sollten Sie bei AV-Anlagen verfolgen.

Technologischer Hinweis

Wichtig ist, dass die Technologie nicht auf dem TCP-IP Prinzip basiert sondern nach einem eigenen Standard, welcher per PAM derzeit Übertragungsgeschwindigkeiten von ca 8GBit/s ermöglicht. Die HDBaseT Technologie kann daher nicht über Router und Switches geführt werden, sondern benötigt eine professionelle getrennte Anlage. Entsprechend dem Standard kann HDBaseT auch TCP/IP mit verwalten und 100MBit Übertragungen ermöglichen.

Autor: Ing. Daniel Goldmann B.A., CTS

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