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Signalübertragung

Unsymmetrische Signalübertragung
(siehe Bild 1)
An seinem Ausgang erzeugt das Mikrofon eine sich kontinuierlich ändernde Spannung zwischen den beiden Drähten der einadrig abgeschirmten Leitung.

Wird eine von außen einwirkende Störung angenommen, so ist - trotz Abschirmung -diese bei Punkt B als kleine „Zacke" nach unten zu erkennen. Der Verstärker hebt das Nutzsignal mit der Störung an. Zum Nutz-Signal wurde hiermit eine Störgröße addiert, die unerwünscht ist.
Eine solche Störung kann nicht wieder aus dem Signal entfernt werden, denn es ist nicht bekannt, wie das Signal vor dem Auftreten der Störung genau ausgesehen hat – man kann es nur vermuten.
Unsymmetrischer Betrieb ist also gegen äußere Störungen anfällig.

Symmetrische Signalübertragung (siehe Bild 2)
Hier kommen aus dem Mikrofon drei Drähte. Das sind bei der zweiadrig abgeschirmten Leitung einmal Masse als Schirm und zwei verdrillte Signalleitungen, die an den Vorverstärker angeschlossen werden.
Man sieht zweimal die gleiche Welle, aber die Masse liegt jetzt quasi in der Mitte und eine Welle liegt genau um 180° gedreht gegenüber, das heißt, sie hat ein negatives Vorzeichen. Am Mischpulteingang befindet sich ein Differenzverstärker, der beide Wellen voneinander abzieht. Das Ausgangssignal ist nach der Subtraktion also genau doppelt so groß wie das Eingangssignal.

Jetzt wird wieder eine hinzukommende Störgröße von außen betrachtet und man erkennt, wie diese gleichermaßen auf beide Signalleitungen einwirkt. Die "Zacke" geht beide Male in die gleiche Richtung, nur, dass sie sich auf der einen Leitung zum positiven und auf der anderen zum negativen Nutzsignal addiert.
Durch die Differenzbildung hebt sich das Störsignal auf. Damit zeigt sich die Überlegenheit der symmetrischen Signalübertragung. Es können auch längere Kabel verlegt werden, ohne dass sich Störungen auswirken.

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